Historisches

Körne,
Curni - Curne - Corne - Chor - Coerne - Cören - Kornegge

Zum ersten Mal wurde der Ort Körne in einer lateinischen Urkunde König Otto III. (913-1002) erwähnt. Ausgestellt wurde sie am 09. Februar 989 in Erwitte und beendete einen langen Rechtsstreit zwischen der edlen Dame Bertheida und dem Erzbischof von Magdeburg.

Über die Bedeutung des Ortsnamens "Körne" gibt es eine ganze Reihe von Theorien. Für die einen ist es ein vorgermanisches Wort, die anderen führen es zurück auf "kurn", was Korn aber auch Mühle, Handmühle oder Butterfass bedeuten könnte. Auch die Ableitung vom Bach "Die Körne", der von Körne aus nach Nordosten zum Dorfe Kurl floss, ist recht plausibel. Im Laufe der Jahrhunderte hat der Name viele Veränderungen erfahren. Nachstehend einige Beispiele dafür:

989 Curni
1230 Curne
1469 Korneyge
1500 - 1850 Chor, Chorne, Kuorne, Kören, Kornegge
1850 - 1905 Coerne, Cören
ab 1905 Körne

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Vergrößerung und Übersetzung
Landeshauptarchiv Sachsen-
Anhalt, Abt. Magdeburg, U 1
Erzstift Magdeburg, I Nr, 53

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Die Körner Steele - gestiftet vom Körner Gewerbeverein

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Jahrhunderte lang war Körne eine Bauernschaft und gehörte zur Grafschaft Dortmund. Sie hatte zwar keine eigene Kirche, doch auf Bildung ihrer Kinder waren die Einwohner bedacht. Schon im Jahre 1784 unterrichtete der Lehrer Vethacke in einem kleinen dunklen Zimmer auf dem Hofe des Bauern Schäfer die Körner Kinder. Im Jahre 1827 wurde das erste eigene Schulhaus am Zehnthof gebaut, 1886 kam ein zweites Schulgebäude hinzu. Im Jahre 1899 wurde die Uhlandschule an der Heilbronner Straße errichtet und 1907 wurde die Libori-Schule gebaut.

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Während Jahrhunderte lang in Körne nur 150 bis 200 Einwohner lebten, stieg die Anzahl mit der Industrialisierung nach dem Deutsch-Französischen Kriege 1870/71 rapide an. Im Jahre der Eingemeindung 1905 lebten hier 2.704 Personen und heute sind es etwa 9.200 Einwohner.

Die Gründerjahre: 1850 - 1875

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Eine eigene Kirche erhielt Körne erst 1905 mit dem Bau der katholischen Liborius-Kirche und die erste evangelische Kirche wurde 1963 an der Hallesche Straße errichtet, 1997 wurde sie jedoch schon wieder abgerissen. Heute besteht in Körne ein evangelisches Gemeindezentrum. Auch die Freie Evangelische Gemeinde hat am Hellweg seit 1990 eine ehemalige Fabrik- und Lagerhalle in ein Gemeindezentrum umgebaut.

Solange Körne noch ein Bauerndorf war, mussten seine Eingesessenen in Dortmund ihren täglichen Bedarf an Reparatur- und Neuteilen decken. Mit der Industrialisierung kamen aber auch Handwerker, Händler und Industriebetriebe nach Körne. Die ersten Handwerker waren Schlosser und Schreiner, ihnen folgten Lebensmittelgeschäfte, so genannte "Tante Emma-Läden" und dann kamen auch Industriebetriebe hinzu. Die erste Fabrik war die Kesselschmiede des Wilhelm Schäfer, die 1856 gegründet wurde.

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Im Jahr 1905 wurde Körne eingemeindet und vergrößerte und bereicherte damit den in diesen Jahren stetig wachsenden Ortskern Dortmunds.

Heute ist das direkt an der alten Handelsstrasse "Hellweg" gelegene Körne fast schon ein Teil der Innenstadt, wobei es jedoch seinen Flair behalten hat.

Die Weide an der Liboristraße - 1955

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